Auszug aus einem Buch von Pater MD Philippe, über die Anbetung

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Zu unserem christlichen Leben gehört aber noch weit mehr: wir müssen Gott begegnen. Christsein bedeutet, mit Gott verbunden zu sein. Nun sind wir aber beim Arbeiten nicht unbedingt direkt mit Gott in Kontakt, sondern mit Dingen, die niedriger sind als wir, wie der Materie, dem Holz, der Erde – oder den Büchern. Indem wir mit diesen Dingen arbeiten und sie umgestalten, schaffen wir ein Werk. Bei der Arbeit geht es also um unsere Beziehung zur Welt, zum Universum. Deshalb können wir darin nicht unsere Finalität, den Sinn unseres Lebens finden. Diesen entdecken wir nur, wenn wir Gott entdecken. Wie aber können wir Gott entdecken?

Die Exerzitien sollen uns beten lehren; sie sollen uns lehren, Gott, Christus mit Klugheit zu begegnen. Als Christen brauchen wir viel Kraft, um zur Quelle emporzusteigen und nicht mit dem Strom zu schwimmen „wie alle“. Dieses Emporsteigen zur Quelle ist die Anbetung, und sie verlangt eine Anstrengung. Es bedarf eines Willensaktes, wenn man zur Quelle emporsteigen will. Man muss einen Akt der Anbetung setzen wollen.

Pater MD Philippe, aus dem Buch „Neu anfangen bei Christus“: